Home | Kontakt | Impressum | Sitemap | Hilfe | Anreise

Naturschutz

Die landwirtschaftliche Nutzung im Amöneburger Becken ist überwiegend intensiv und konventionell. Weniger als 5 % der Fläche werden von Bio-Betrieben genutzt; in der Kleinseelheimer Feldflur wirtschaften bislang alle Betriebe konventionell. Die frühere Kulturartenvielfalt im Ackerbau mit z.B. verschiedenen Sommer- und Wintergetreiden, Flachs, Kartoffeln, Bohnen und Klee-Gras ist heute nicht wirtschaftlich und passt nicht in die derzeitigen Betriebsstrukturen. Die wenigen verbliebenen Kulturarten wie Weizen, Rüben, Raps und Mais (auch zum Einsatz in Biogasanlagen) werden mit Pflanzenschutzmitteln z.B. gegen "Schadinsekten" und "Unkräuter" behandelt und der Einsatz von Mineraldüngern ist erheblich. Gleichzeitig werden die bewirtschafteten Flächen (Schläge) größer und der Baumbestand in der Feldflur ist teils gefährdet.

  

All dies führt zu einer geringen "Biodiversität" (Vielfalt der kultivierten und nicht-kultivierten Pflanzen- und Tierarten, ihrer Lebensgemeinschaften und ihrer genetischen Struktur) unserer Agrarlandschaft, führt aber auch z.B. beim Bodenschutz zu Problemen. Besonders im Maisanbau ist bei Starkregen im Juni die Gefahr von Bodenerosion und -verschlämmung sehr groß (siehe Fotos). Aus der Sicht des Naturschutzes (Schutz der Biodiversität, von Boden, Wasser und Luft), zu dem wir gesetzlich verpflichtet sind, ist dies sehr bedenklich. Es wird eine Herausforderung bleiben, den Anforderungen der Landwirtschaft und des Naturschutzes zugleich gerecht zu werden. Darüber dürfen auch nicht die seit kurzem wieder bei uns brütenden Weißstörche hinwegtäuschen. Sie und viele weitere Brut- und Zugvögel profitieren von einigen im Amöneburger Becken seit den 1980er Jahren im Sinne des Naturschutzes angelegten Feuchtgebieten.

 

Von besonderer Bedeutung ist dabei u.a. das "Vogelschutzgebiet 5219-402 Amöneburger Becken". Informationen zu diesem Vogelschutzgebiet finden Sie hier.

 

Aber auch in Kleinseelheim setzen wir uns für den Schutz der Natur ein, dies gemeinsam und in Abstimmung mit der Landwirtschaft und weiteren Nutzern unserer Feldflur. Im März 2013 wurde in diesem Sinn eine "Pflege- und Nutzungsvereinbarung zum 'Elauer Wäldchen' mit angrenzendem Grünland" geschlossen.

 

Naturschutz hat aber nicht nur mit Landwirtschaft zu tun. Auch in unseren Gärten und den öffentlichen Grünflächen können wir Natur schützen, fördern oder gefährden. So geht mit jeder neu versiegelten Fläche ein Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten verloren und andererseits können selbst kleine Vorgärten die Bedingungen für die Biodiversität verbessern. Und z.B. auch wie wir unsere Gebäude heizen, Fahrzeuge reinigen oder unseren Müll entsorgen, hat viel mit Naturschutz zu tun. Eine Broschüre "Biologische Vielfalt im eigenen Garten fördern: Bäume, Sträucher, Stauden, Kräuter und mehr" informiert darüber, was wir in unseren Gärten für die Natur tun können.

 

 

Und schließlich betreibt unsere Integrative Kindertagesstätte "Das Nest" aktive Natur- und Umweltbildung. Dazu stehen der Kindertagesstätte am Ortsrand zwei Gärten, der "Beerengarten" und der "Kraut- und Rübengarten" mit einer Storchennisthilfe zur Verfügung. Die Kinder der Kita lernen dort spielerisch die Bedeutung von Natur und Umwelt kennen, auch für uns Menschen. Im Rahmen der Hessischen Naturschutzerlebnistage fand 2014 ein Naturschutztag "Naturdetektive – wir entdecken unseren Garten im Frühling" statt. 2015 stand der Naturschutztag im "Beerengarten" unter dem Motto "Naturerlebnisse mit allen Sinnen erfahren". 2017 geht es in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Kirchhain um die Bedeutung der Bienen für die Natur.

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Naturschutz in unserer Region und Gemarkung haben, schreiben Sie bitte eine Email an:

info (at) kleinseelheim.de


For technical questions contact: Admin | Last Update: 26.04.17