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Das Elauer Wäldchen

Die Natur ist uns in Kleinseelheim sehr wichtig. Dies zeigt zum Besipiel die "Pflege- und Nutzungsvereinbarung zum 'Elauer Wäldchen' mit angrenzendem Grünland".

 

Das in der Feldflur Kleinseelheims gelegene Elauer Wäldchen erinnert an die Wüstung Elau (Eiloh). Die Siedlung Elau lag in der Nähe des heutigen Wäldchens und war bis mindestens 1492 bewohnt. Ein Grund für die Anlage der Siedlung war der Wasserreichtum in diesem Teil des Amöneburger Beckens.

Bis ins 20. Jahrhundert war der Bereich des Wäldchens für die Herstellung von Leinfasern wichtig, denn hier befand sich eine der Kleinseelheimer Flachsrösten. Flachshalme (Lein) wurden in mit Wasser gefüllte Gruben gelegt, um die Leinfasern durch einen mit Gestank verbundenen Fäulnisprozess aus den Halmen zu lösen. Flachsrösten wurden deshalb möglichst weitab der Siedlungen angelegt.

 

Ehemalige Flachsröste im Elauer Wäldchen

Nach der Aufgabe des Leinanbaus entwickelte sich auf der Fläche das Elauer Wäldchen. Auf Initiative des früheren Jagdpächters Pitton wurde der Gehölzaufwuchs durch Anpflanzungen unterstützt. Im Volksmund heißt der Ort daher auch Pittons Wäldchen.

Im strukturarmen Amöneburger Becken sind das Wäldchen und die vorgelagerte Wiese nicht nur kulturgeschichtlich, sondern auch für den Naturschutz von Bedeutung. Daher tragen die Stadt Kirchhain als Eigentümerin der Fläche sowie ein Landwirt und die Jagdpächter Kleinseelheims durch gezielte Pflege des Wäldchens und extensive Wiesennutzung zum nachhaltigen Biotopschutz bei. Hierzu wurde auf Initiative des Kleinseelheimer Ortsbeirates eine Pflege- und Nutzungsvereinbarung abgeschlossen.


Den Inhalt dieser Vereinbarung können Sie hier nachlesen.

 

Ein Ziel der Pflege- und Nutzungsvereinbarung zum Elauer Wäldchen ist es, die ehemaligen Flachslöcher im Wäldchen als kleine Feucht-Lebensräume zu erhalten. Daher wurden Mitte Oktober 2013 im Elauer Wäldchen 13 der insgesamt etwa 20 ehemaligen Flachslöcher von Schlamm befreit und so als Lebensraum für Pflanzen und Tiere aufgewertet. Durchgeführt wurden die Arbeiten durch einen Kirchhainer Gartenaubetrieb, dem wir herzlich danken. Finanziert wurde die Maßnahme durch den Fachdienst Naturschutz, Wasser- und Bodenschutz des Landkreises Marburg-Biedenkopf, dem wir ebenfalls herzlich danken.

 

Das Thema Umwelt- und Naturschutz wird uns aber über diese Vereinbarung hinaus weiter beschäftigen - nicht nur in der Feldflur, sondern auch im Ort.


For technical questions contact: Admin | Last Update: 29.05.14