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Weißstörche

Am 27. März 2015 wurde am Ortsrand von Kleinseelheim eine Storchennisthilfe aufgestellt. Dies war dank großzügiger Unterstützung vieler im Rahmen eines "Bürgerprojektes zum Klimaschutz" (gefördert durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf) möglich. Das Projekt unterstützt haben

  • die Kirchhainer Fach Metallbau GmbH,
  • die SAG GmbH, Regionalbüro Cölbe
  • die EAM
  • ehrenamtlich tätigie Vogelschützer aus der Umgebung und aus Kleinseelheim.

Der Standort der Nisthilfe befindet sich am Rand des "Kraut- und Rübengartens", der durch die Integrative Kindertagesstätte Kleinseelheim für Natur- und Umweltbildung genutzt wird.

 

Dass es Störche bei uns wieder gibt - denn sie waren jahrzehntelang "verschwunden" - liegt an der gezielten Schaffung von Feuchtlebensräumen wie dem Vogelschutzgebiet Amöneburger Becken mit "Radenhäuser Lache".

 

Poster "Der Weißstorch ist zurück"

 

Das durch die Fach Metallbau GmbH aus verzinktem Metall hergestellte "Storchennest" wurde von Kita-Kindern und Mitarbeitern mit Astgeflecht versehen und an einem ehemaligen Strommast befestigt, bevor dieser sicher im Boden verankert wurde.

 

Das Aufstellen der Storchennisthilfe durch die SAG GmbH wurde von Kita-Kindern aufmerksam verfolgt und auch einige Störche "beobachteten" das Geschehen von einer nahe gelegenen Ackerfläche aus.

 

Die ersten Störche entdecken die Nisthilfe im Kraut- und Rübengarten:

13.4.2015:

Vormittags saß mehrere Stunden lang ein erster Storch auf der Nisthilfe und drei weitere Störche flogen über dem Kraut- und Rübengarten. Leider flogen gegen Mittag alle Störche davon.

2.5.2015:

Morgens um 7 Uhr saß erneut ein Storch auf der Nisthilfe und klapperte. Aber kein weiterer Storch war zu sehen und der Storch flog wenig später wieder weg.

 

2.5.2015:

Nachmittags waren wieder mehrere Störche auf und in der Nähe der Nisthilfe. Es wurde geklappert und mal saß die oder der eine, dann die oder der andere auf der Nisthilfe. Aber schließlich flogen alle wieder weg.

 

3.5.2015:

Zwei Störche saßen morgens zusammen auf der Nisthilfe.

 

4.5.2015:

Die beiden Störche haben die Nisthilfe im Kraut- und Rübengarten für sich entdeckt und klappern von morgens bis abends.

 

5.5.2015:

Die Oberhessische Presse über das Kleinseelheimer "Storchenglück"

 

12.5.2015:

In der zurückliegenden Woche haben die Störche das Nest weiter ausgebaut und seit letztem Wochenende wird gebrütet. Wenn alles gut geht, könnten zum Dorffest-Wochenende (12.-14.6.) Küken geschlüpft sein.

 

14.6.2015:

Und tatsächlich: Am Dorffest-Wochenende gab es Nachwuchs im Storchennest. Drei Storchen-Küken werden nun etwa 50 Tage lang von ihren Eltern gefüttert werden, bevor die Jungvögel lernen zu fliegen und selbständig werden. Wenn die Kleinen etwas größer sind, wird es bessere Fotos vom Nachwuchs geben.

 

26.6.2015:

Für einen der Elternvögel konnte die Ringnummer abgelesen werden. Die zuständige Vogelwarte Helgoland teilte heute mit, dass der Vogel im Juli 2012 in Berne-Glüsing, also an der Weser nordwestlich von Bremen, als damals noch nicht voll flugfähiges Küken (Geschlecht unbekannt) beringt worden war.

 

28.6.2015:

8.7.2015:

Jetzt kennen wir auch die Ringnummer des zweiten Elternvogels, und die Vogelwarte Helgoland wird uns in einigen Tagen mehr über die Herkunft dieses Vogels mitteilen. Die drei Jungvögel sind in den zurückliegenden Wochen - mit Temperaturen bis 40 Grad - gut gewachsen.

 

13.7.2015:

Nun wissen wir mehr über den zweiten Elternvogel. Die Vogelwarte Helgoland hat heute mitgeteilt, dass der Storch am 3.6.2013 - also erst vor zwei Jahren - als noch nicht voll flugfähiges Küken (Geschlecht unbekannt) in der Storchenstation am Affenberg Salem (http://www.affenberg-salem.de/tierpark/stoerche.html) in der Nähe des Bodensees (Baden-Württemberg) beringt wurde.

 

23.7.2015:

2.8.2015:

Ziemlich genau 50 Tage nach dem Schlüpfen kann der erste Jungstorch fliegen. In der zurückliegenden Woche hatte er seine Schwingen im Nest erprobt. Nun kann er das Amöneburger Becken im Flug für sich entdecken, bevor er in einigen Wochen in den Süden aufbricht. Die beiden anderen Jungstörche im Kraut- und Rübengarten werden es ihm wohl in den nächsten Tagen nachmachen.

 

13.8.2015:

Presseartikel (Oberhessische Presse): Weißstörche erobern die Fläche

 

19.8.2015:

Heute war das Storchennest am frühen Morgen leer. Denn nun können alle drei Jungvögel fliegen und sich selbst mit Futter versorgen. Am späten Vormittag waren die Jungvögel dann wieder auf der Nisthilfe. Aber bald werden sie wohl in Richtung Süden losfliegen.

 

28.8.2015:

Fast alle Störche des Amöneburger Beckens waren heute in der Kleinseelheimer Gemarkung versammelt. Eine Ackerfläche wurde gepflügt, und dort gab es für die über 40 Vögel offenbar reichlich Futter.

5.9.2015:

Die Kleinseelheimer Storchennisthilfe ist nun wieder leer, denn mit Herbstbeginn sind die Störche nach Süden geflogen. Auf ihrem weiten Weg werden die Vögel sicher viel erleben und dann hoffentlich im Frühjahr zurückkommen.

 

2016: Die Störche sind zurück und es gibt neuen Nachwuchs

Am 7. März 2016 kam der erste Storch aus seinem Winterquartier nach Kleinseelheim zurück, und wenige Tage später war auch der zweite Storch da. Es wurde geklappert und das Nest weiter ausgebaut. Drei Wochen früher als 2015 stellte sich am 21.5.2016 Nachwuchs ein. Zuerst sah es wie im Vorjahr nach drei Küken aus, aber am 4.6.2016 war klar: 2016 müssen die Altvögel für vier Küken Futter zum Nest bringen.

 

26.6.2016: Die vier jungen Störche sind gut gewachsen

Noch etwa zwei Wochen lang müssen die Altvögel die auf den Fotos zu sehenden vier Jungvögel mit Nahrung versorgen. Dann werden die Jungvögel fliegen können und selbst auf Nahrungssuche gehen.

 

2.7.2016:

 

3.7.2016: Sind die Elternvögel die gleichen wie im letzten Jahr?

Bei einem der Elternvögel haben wir wieder die Ringnummer ablesen können. Es handelt sich um den Vogel, der schon im letzten Jahr in Kleinseelheim war. Er war 2013 als Jungvogel am Bodensee in der Storchenstation am Affenberg Salem (http://www.affenberg-salem.de/tierpark/stoerche.html) beringt worden.

 

7.7.2016: Mindestens zwei der vier Jungstörche unternehmen seit heute erste Flüge in der näheren Umgebung der Nisthilfe. Die anderen werden es ihnen wohl bald nachmachen.

 

20.7.2016:

Inzwischen können alle vier Jungstörche fliegen und sich selbst mit Futter versorgen. Im letzten Jahr blieben die Störche bis Anfang September und flogen dann in Richtung Süden los. Wir sind gespannt, bis wann sie in diesem Jahr bleiben.

 

27.7.2016:

Nach der Gerstenernte finden die vier Jungstörche viel Leckeres auf den Feldern Kleinseelheims: Regenwürmer, Mäuse, ...

 

13.8.2016:

Heute morgen kreiste eine Gruppe von etwa 30 Störchen über dem Hof von Direktvermarkter Möller und am Mittag eine weitere Gruppe aus 16 Störchen über dem Kleinseelheimer Ortskern. Bald werden sie in Richtung Süden fliegen.

8.9.2016:

Wie im letzten Jahr haben die Störche in der ersten September-Woche Kleinseelheim in Richtung Süden verlassen. Wir wünschen den Störchen eine gute Zeit und hoffen, sie im Frühjahr wiederzusehen.

 

2017: Gut zwei Wochen früher als im Vorjahr ...

19.2.2017:

Seit einigen Tagen sind wieder vermehrt Störche im Amöneburger Becken zu beobachten, und heute saß ein Storch auf dem Horst am Kleinseelheimer Beerengarten. War es einer der Störche vom Vorjahr?


26.2.2017:

Der Horst am Kleinseelheimer Beerengarten ist nun wieder mit einem Storchenpaar besetzt und es wird geklappert.

 

20.4.2017

Presseartikel über die Kleinseelheimer Störche in der Oberhessischen Presse

 

27.5.2017:

Auch in diesem Jahr gibt es in unserem Storchenhorst Nachwuchs. Wie viele Küken die Storcheneltern in den kommenden Wochen füttern müssen, wird aber erst in ca. einer Woche klar sein.

 

5.6.2017:

Auf dem Foto sind zwei Küken und ein Elterntier, aber durch das Spektiv waren heute ab und zu auch drei Küken zu sehen.

14.6.2017:

Die in diesem Jahr drei Jungstörche des Storchenhorstes am Kleinseelheimer Beerengarten wurden in einer Gemeinschaftsaktion von Feuerwehr Kleinseelheim und Kirchhain-Kernstadt sowie Ornithologen aus der Region beringt. Eine weitere Beringung von Jungstörchen fand anschließend im Rückhaltebecken statt. Nach getaner Arbeit gab es für alle Helfer am Kleinseelheimer Feuerwehrhaus ein kühles Getränk.

 

Im Kleinseelheimer Storchenhorst bei der Beringung der Jungvögel am 14.6.2017. Bei Beringung stellen sich Storchen-Jungvögel tot; kurz danach sind sie wieder munter. (Fotos: Dana Schabo)

23.7.2017:

Die Jungvögel können nun fliegen. In den kommenden Wochen müssen sie sich ihre Nahrung selbst suchen, damit sie bis September, wenn der Flug in Richtung Süden ansteht, kräftig genug sind.

 

Mitte September 2017:

Anfang September waren zunächst die Jungvögel in Richtung Süden aufgebrochen, und die Altvögel haben nun auch das Amöneburger Becken verlassen. Wir wünschen den Störchen viel Sonne in ihrem Winterquartier und hoffen, dass sie im Frühjahr nach Kleinseelheim zurückkommen.


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